WTCC-Weltmeisterschaft: Circuit Paul Ricard

Siege für Muller und López beim Citroën Heimspiel in Frankreich.

Erstmals machte die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) auf dem Circuit Paul Ricard Station und lockte begeisterte Massen an. Viele Zuschauer wollten das Abschneiden von Citroën Racing und den beiden französischen Piloten Sébastien Loeb und Yvan Muller live verfolgen. Yvan Muller startete im ersten Rennen von der Pole-Position – er konnte seine Konkurrenten auf Distanz halten und sich damit seinen ersten Saisonsieg sichern. Sébastien Loeb und José María López waren vom Ende des Feldes aus gestartet und beendeten das Rennen an Position zwei und vier. Im zweiten Rennen gelang es José María López, von der letzten Position bis auf den ersten Platz vorzufahren. Dank des zweiten Platzes von Yvan Muller sicherte sich Citroën Racing einen weiteren Doppelsieg. Sébastien Loeb wurde Sechster.

Rennen 1: Sieg für Muller

Nachdem das Qualifying noch bei strahlender Sonne ausgetragen worden war, kam am frühen Morgen des Ostersonntags Regen auf. Die Regenschauer hörten kurz vor Beginn des ersten Rennens auf, was den Teams die Reifenwahl erschwerte. Wie die Kontrahenten setzte Citroën auf Sicherheit und entschied sich für Regenreifen.

Als die Startlichter erloschen waren, erwischte Yvan Muller einen nicht optimalen Start und ging an dritter Position hinter Gabriele Tarquini und Norbert Michelisz in die erste Kurve. Nach Ende der ersten Runde hatte der Pilot des Citroën C-Elysée WTCC Nummer 1 den Ungarn wieder überholt. Nach ihrer Disqualifikation im Qualifying aufgrund eines defekten Ventiles zur Abschaltung des Benzinflusses nahmen Sébastien Loeb und José María López das Rennen vom Ende des Feldes aus auf. Ihnen gelang ein ausgezeichneter Start – nach der ersten Runde hatten sie sich bereits auf den sechsten und siebten Rang vorgearbeitet.

In der dritten Runde fand Yvan Muller die Lücke, um Gabriele Tarquini zu überholen, und setzte sich sofort vom Italiener ab. Sébastien Loeb und José María López erwiesen sich als zu stark für Rob Huff, Hugo Valente und Norbert Michelisz, die sie passieren konnten. Drei Runden vor Ende profitierte Sébastien Loeb von einem kleinen Fehler von Gabriele Tarquini und sicherte sich den zweiten Platz. Sébastien Loeb feierte mit dem Sieger Yvan Muller auf dem Podium – José María López wurde Vierter.

Rennen 2: Sieg für López

Trotz weiterer Schauer am Nachmittag trocknete die Rennstrecke bereits wieder ab, als das zweite Rennen auf dem Programm stand. Diesmal setzten alle Teams auf Slicks. Aufgrund der umgekehrten Startreihenfolge ging Yvan Muller als Zehnter ins Rennen, während seine Teamkollegen erneut vom Ende des Feldes aus das Rennen aufnahmen.

Die erste Runde war chaotisch, doch alle Fahrzeuge kamen unbeschädigt davon. José María López war Siebter und damit der bestplatzierteste Citroën Pilot. Er lag einen Platz vor Yvan Muller, während sich Sébastien Loeb auf dem elften Rang wiederfand.

Sébastien Loeb fuhr in die Gruppe seiner Teamkameraden vor, wurde jedoch von Dusan Borkovic aufgehalten. Der Serbe machte dem Citroën Piloten alle Lücken zu, sodass dieser in einen Reifenstapel fuhr. Obwohl sein Citroën C-Elysée WTCC vorne rechts beschädigt war, konnte Sébastien Loeb das Rennen fortsetzen, während das Safety-Car auf die Strecke kam.

In der Zwischenzeit hatten sich José María López und Yvan Muller ihren Weg durch das Feld gebahnt – sie lagen nun als Zweiter und Dritter direkt hinter dem Führenden Tiago Monteiro. Die beiden Citroën Piloten machten zunächst die Positionen untereinander aus und legten eine Runde Seite an Seite zurück. José María López konnte seinen Teamkollegen auf Distanz halten – beide Citroën C-Elysée WTCC überholten Tiago Monteiro in der 14. von insgesamt 18 Runden.

So feierte Citroën einen weiteren Doppelsieg. Mit dem sechsten Platz sicherte sich Sébastien Loeb weitere wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft.

Stimmen zum Rennen

Yves Matton, Direktor Citroën Racing: „Mit der Pole-Position und zwei Doppelsiegen war dies ein sehr positives Wochenende für uns. Yvan Muller hat in Marrakesch ein schwieriges Wochenende erlebt, nun konnte er die meisten Punkte sammeln. José María López und Sébastien Loeb haben sehr gute Rennen gezeigt, auch wenn man bedenkt, dass sie vom Ende des Feldes aus starten mussten. Sébastien hat bewiesen, dass er ein regelmässiger Anwärter auf den Sieg sein wird. Wir

werden die Woche nutzen, um an den Fahrzeugen zu arbeiten, bevor die nächsten Rennen am Hungaroring und am Slovakiaring auf dem Programm stehen.”

Yvan Muller: „Ich habe einen sehr schlechten Start in das erste Rennen erwischt, aber nicht viele Positionen hierdurch verloren. Ich habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen, weil ich wusste, dass ich schneller bin. Die erste Runde des zweiten Rennens war ein wenig verrückt – ich habe einige Plätze verloren, da ich anderen Fahrzeugen in der Schikane ausweichen musste. Das Duell mit José María war hart, aber respektvoll. Genau so muss es unter Teamkollegen sein. Platz eins und zwei ist ein sehr gutes Ergebnis – mehr hätte ich mir von diesem Wochenende nicht erhoffen können.“

José María López: „Selbst wenn man von der Pole startet, ist es nicht einfach zu gewinnen. Umso mehr freut es mich, dass ich vom 18. bis auf den ersten Platz vorfahren konnte. Mein Start war vorsichtig, doch bis zur ersten Kurve hatte ich mich bereits um fünf oder sechs Plätze verbessert. In der Schikane waren überall Fahrzeuge, und so konnte ich an Yvan vorbeiziehen. Das war der Schlüsselmoment des Rennens. Natürlich hat mir die Safety-Car-Phase geholfen, zu Tiago Monteiro aufzuschliessen, aber manchmal braucht man ein bisschen Glück zum Gewinnen.“

Sébastien Loeb: „Das erste Rennen war schwierig, aber interessant. Ich hatte gehofft nach vorne zu fahren, aber nicht bis auf den zweiten Platz. Das Schwierigste war, die richte Pace bei diesen Bedingungen zu finden, aber das Fahrzeug fühlte sich hervorragend an. Das zweite Rennen war frustrierend, vor allem wegen des Verhaltens von Dusan Borkovic. Das Positive ist, dass ich das Rennen beenden und einige Punkte mitnehmen konnte.“

(Citroen Presse Mitteilung)