Tourenwagen-Weltmeisterschaft: Ungarn (02-04/05/2014)

Doppelsieg für Muller und López auf dem Hungaroring

Die Citroën C-Elysée WTCC feierten einen weiteren Doppelsieg: Yvan Muller sicherte sich im ersten Rennen auf dem Hungaroring den ersten Platz vor José María López. Im zweiten Rennen konnten die Citroën C-Elysée auf dem ungarischen Kurs, der nur wenig Überholmöglichkeiten bietet, keinen Podiumsplatz erzielen. José María López und Citroën Total führen die Weltmeisterschaft weiter an. In der Fahrerwertung liegt der Argentinier vor Yvan Muller, der Sébastien Loeb auf den dritten Platz verweisen konnte.

Rennen 1: Sieg für Yvan Muller

Nachdem das Qualifying noch im Trockenen absolviert worden war, herrschten bei den beiden Rennen am frühen Sonntagnachmittag unsichere Wetterbedingungen. In der Nacht auf Sonntag hatte es stark geregnet, wenige Stunden vor dem Start setzte der Niederschlag jedoch wieder aus.

Als die Startlichter erloschen waren, setzten sich die von Position eins und zwei gestarteten Yvan Muller und José María López an die Spitze des Feldes. Sébastien Loeb hingegen erwischte keinen guten Start und wurde in der ersten Kurve eingekesselt. Der Pilot des Citroën C-Elysée WTCC Nummer 9 beendete die erste Runde an Position sieben hinter Yvan Muller, José María López, Tiago Monteiro, Gabriele Tarquini, Mehdi Bennani und Norbert Michelisz.

Yvan Muller fuhr einen Vorsprung heraus, doch „Pechito“ López machte konstant Druck auf seinen Teamkollegen. Währenddessen suchte Sébastien Loeb nach einem Weg, um an Norbert Michelisz vorbeizukommen. Doch der Hungaroring blieb seinem Ruf treu und so gab es keinen Überholvorgang mehr während des Rennens. So sicherte sich Yvan Muller seinen zweiten Saisonsieg vor José María López und Tiago Monteiro.

Rennen 2: Platz fünf für Yvan Muller

Nach einer kurzen Pause kehrten die Fahrzeuge für die Revanche zurück auf die Strecke. Aufgrund der umgekehrten Startreihenfolge gingen Sébastien Loeb, José María López und Yvan Muller von Startplatz acht, neun und zehn in das zweite Rennen.

Gianni Morbidelli ging als Führender in die erste Kurve, gefolgt von Tiago Monteiro, dem von der Pole gestarteten Hugo Valente und Tom Coronel. Yvan Muller bahnte sich auf den ersten Metern einen Weg vorbei an seinen Teamkollegen und setzte sich an die fünfte Position vor José María López. Sébastien Loeb wählte erneut nicht die beste Option und fand sich nach der ersten Runde auf dem neunten Platz wieder.

Schnell setzte sich das Führungstrio Gianni Morbidelli/Tiago Monteiro/Hugo Valente von den Verfolgern ab, während es Yvan Muller und José María López bis zur Zielflagge nicht gelang, an Tom Coronel vorbeizuziehen. Somit schafften die Citroën Piloten diesmal nicht den Sprung aufs Podium.

In der Weltmeisterschaft führt José María López die Fahrerwertung weiter an – Yvan Muller verbesserte sich auf den zweiten Platz vor Sébastien Loeb. In der Herstellerwertung konnte Citroën Total seinen Vorsprung auf 99 Punkte ausbauen.

Stimmen zum Rennen

Yves Matton, Direktor Citroën Racing: „Wenn man die Besonderheiten dieses Kurses sowie das vor diesen Rennen eingeführte Kompensationsgewicht betrachtet, war dies ein sehr positives Wochenende für uns. Auf die ersten drei Plätze im Qualifying sowie den Doppelsieg im ersten Rennen können wir stolz sein. Wir wussten, dass es nahezu unmöglich werden würde, unter normalen Umständen im zweiten Rennen aufs Podium zu fahren. Der Start bot die einzige Möglichkeit, Positionen gutzumachen. Danach gab es keine Überholvorgänge mehr. Das Wochenende hat gezeigt, dass die Teams nun auf einem ähnlichen Leistungsniveau sind. Dies ist ein gutes Zeichen für den Rest der Saison.”

Yvan Muller: „Wir wussten, dass der Start auf diesem Kurs entscheidend sein würde. Im ersten Rennen habe ich attackiert, um einen kleinen Vorsprung auf José María López herauszufahren. Als er wieder Boden auf mich gutmachte, habe ich ihm gleich gezeigt, dass ich hierauf entsprechend reagieren kann. Ich konnte in den letzten Runden meine Reifen schonen und einen weiteren Sieg sichern. Auf dieser Strecke habe ich immer das erste Rennen gewonnen und es freut mich, dass ich diese Serie fortsetzen konnte. Mit meinem fünften Platz im zweiten Rennen bin ich ebenfalls zufrieden. Nicht nur mit Podiumsplätzen gewinnt man eine Weltmeisterschaft.“

José María López: „Yvan Muller war an diesem Wochenende in allen Bereichen einfach besser. Aber nach drei Rennwochenenden führe ich noch immer die Weltmeisterschaft an – dies ist besser, als ich vor der Saison gehofft hatte. Auch wenn es fast unmöglich ist, hier zu überholen, glaube ich, dass das Publikum interessante Rennen gesehen hat. Das ist gut für die Weltmeisterschaft.“

Sébastien Loeb: „Meine beiden Starts waren schwierig – beide Male habe ich die falsche Option gewählt. Im ersten Rennen wollte ich aussen vorbeifahren, wurde jedoch eingekesselt. Im zweiten Rennen habe ich dann die Innenbahn gewählt, wurde jedoch von aussen überholt. Ich weiss nicht, ob man das auf mangelnde Erfahrung zurückführen kann, aber meine Starts haben mir die Chance auf ein gutes Resultat gekostet. In der nächsten Woche in der Slowakei hoffe ich, es besser zu machen.“

(Citroen Presse Mitteilung)