WTCC-Weltmeisterschaft: Saisonauftakt in Marrakesch (12./13. April 2014)

Nach neun Monaten Vorbereitungszeit und mehr als 10.000 Testkilometern bereitet sich Citroën Racing nun auf seine Debüt-Saison in der Tourenwagen- Weltmeisterschaft (WTCC) vor.

Auf dem „Circuit Moulay El Hassan“ in Marrakesch (Marokko) fällt der Startschuss zur WTCC 2014. Die ersten vier Saisonrennen werden in nur fünf Wochen absolviert. Drei Citroën C-Elysée WTCC mit den Fahrern Yvan Muller (Nummer 1), Sébastien Loeb (Nummer 9) und José María López (Nummer 37) werden ins Rennen geschickt.

Seit der ersten Ausfahrt des C-Elysée WTCC am 10. Juli 2013 hat Citroën Racing ein intensives Entwicklungsprogramm mit den vier WTCC-Piloten Sébastien Loeb, Yvan Muller, José María López und Ma Qing Hua absolviert. In den vergangenen Tagen hat das Team seine Arbeit in den Werkstätten des Technikzentrums in Versailles noch verstärkt. Nach der Montage wurden die ersten drei Fahrzeuge auf der Rennstrecke von Magny-Cours bei ihrer Generalprobe umfangreich getestet.

Yves Matton, Direktor Citroën Racing, blickt auf die bisherige Arbeit des Teams zurück: „Eine neue Saison in Angriff zu nehmen, ist das eine, aber eine erste Saison in einer neuen Disziplin zu bestreiten, ist noch einmal etwas ganz anderes. Alles ist neu für uns: die Fahrzeuge, das Material, die Methoden, das Reglement, die Rennstrategie… Jedes Teammitglied von Citroën Racing hat viel Energie und Motivation aufgebracht, damit wir zum Saisonstart bereit sind. Auch wenn wir gerne noch einige weitere Tage für unsere Vorbereitung gehabt hätten, können wir es nicht abwarten, in Marrakesch zu starten. Dies ist der krönende Abschluss von einem Jahr Arbeit. Nun müssen wir die richtigen Automatismen entwickeln, um in der WTCC Leistungsstark zu sein. Wir schauen ganz genau auf unsere ersten Zeiten, um zu sehen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen.“

Eine große Herausforderung zum Saisonauftakt

Der „Circuit Moulay El Hassan“ taucht seit 2009 ausschließlich im WTCC-Kalender auf und führt über breite Straßen am Stadtrand. Auf den ersten Blick erscheint der Kurs einfach mit vor allem geraden Passagen, die von Schikanen unterbrochen werden.

„Der erste Eindruck täuscht, in Wirklichkeit handelt es sich um einen sehr schwierigen Kurs“, erläutert Yvan Muller, der einzige Pilot von Citroën Racing, der bereits in Marokko gefahren
ist. „Da dies keine permanente Rennstrecke ist, ist der Untergrund am Anfang eines Rennwochenendes sehr rutschig. Der Schlüssel zu einer schnellen Runde liegt darin, wie man
die Curbs bewältigt. Man muss darüber fahren, sie manchmal sogar überspringen, während man natürlich sichergehen muss, nicht in einer Mauer zu enden. An diesem Punkt haben wir in den Tests natürlich gearbeitet, aber wir müssen warten, bis wir draußen auf der Strecke sind, um eine bessere Vorstellung hiervon zu bekommen.“

Mit Blick auf das sehr dichte Auftaktprogramm ist der vierfache Weltmeister sicher, dass der WTCC-Auftakt auf einem Stadtkurs besonders herausfordernd sein wird. „Nur eine Woche
nach Marrakesch sind wir bereits in Paul Ricard, um den zweiten Saisonlauf auszutragen. Auch wenn alles gut verläuft, haben die Mechaniker nicht viel Zeit, um die Fahrzeuge zu überprüfen. Wenn es viele Beschädigungen gibt, wird es für sie umso komplizierter. Dies sorgt für zusätzlichen Druck.“

Feuertaufe für Sébastien Loeb und „Pechito“

Marrakesch bedeutet demnach eine große Premiere für Sébastien Loeb und José María López. „Grundsätzlich fühle ich mich auf Stadtkursen wie in Pau, Baku oder Monaco wohl, aber ich hatte keine Zeit, um die Besonderheiten in Marrakesch kennenzulernen“, erläutert Sébastien Loeb. „Aber dies wird nicht das Einzige sein, was ich in den kommenden Tagen entdecken muss. Selbst nach einer kompletten Saison in der GT-Serie graut es mir noch vor den Starts im Feld. Es ist häufig sehr heikel, wenn man in den ersten Kurven nach dem Start keine Plätze verlieren möchte. Sicherheit gibt mir der Citroën C-Elysée WTCC. Ich weiß, dass wir gute Arbeit geleistet haben und dass ich hinter dem Lenkrad ein gutes Gefühl habe. Es ist möglich, dass wir der Konkurrenz im Hinblick auf die Entwicklung voraus sind, aber wir haben auch weniger Raum für Verbesserungen im Vergleich zu den Teams, die in den vergangenen Wochen mit den Tests begonnen haben. Wie jeder andere Fahrer gehe ich hochmotiviert in die Saison.“

„Die Tests waren eine sehr spannende Phase unserer Vorbereitung, aber ich freue mich, dass die Rennen nun losgehen“, erklärt José María López („Pechito“). „Wir befinden uns mit unseren Kontrahenten auf der Strecke und können endlich sehen, ob sich unsere Arbeit auszahlt. Ich habe schon einige Rennen auf Stadtkursen bestritten, wir haben hiervon einige in
Argentinien. Stadtrennen gehören nicht zu meinen Favoriten, aber ich finde es gut, den Motorsport näher zu den Menschen zu bringen. Die Strecke scheint besonders zu sein, mit Schikanen bei hoher Geschwindigkeit und harten Curbs, aber wir werden es genauer wissen, wenn wir letztlich auf der Strecke fahren. Der Saisonauftakt ist immer ein besonderer Moment, diese Aufregung wird vom gesamten Team geteilt. Wir sind Konkurrenten und wollen alle mit einem guten Ergebnis starten, um in Marrakesch mit einer guten Platzierung in die Weltmeisterschaft zu starten.“

Das Programm

Die WTCC-Fahrzeuge beginnen ihr Wochenende am Freitag (12.30 Uhr Ortszeit) mit einem freien Training von einer halben Stunde. Zwei weitere Trainings am Samstag (9.00 Uhr und 11.15 Uhr) dienen als Vorbereitung auf das Qualifying.

Wie in der Formel 1 werden die entscheidenden Läufe des Qualifyings in drei Etappen ausgetragen. Nach den 20 Minuten der Q1 werden die schnellsten zwölf Fahrer zur Q2 zugelassen. Diese haben anschließend zehn Minuten Zeit, um in die Top 5 vorzufahren und so das Ticket für die Q3 zu lösen. In der Q3 hat jeder Pilot dann genau eine Runde, um die Bestzeit zu erzielen. Die Fahrer der Q3 erhalten fünf, vier, drei, zwei und einen Punkt für die Weltmeisterschaft.

Am Sonntag findet das erste Rennen um 16.15 Uhr statt (14 Runden). Vor dem zweiten Lauf haben die Teams nur 15 Minuten „repair time“, um die Fahrzeuge vorzubereiten beziehungsweise zu reparieren. Der zweite Lauf startet um 17.15 Uhr mit umgekehrter Startreihenfolge der ersten zehn Fahrer des Qualifyings. Die zehn besten Fahrer jedes Laufes erhalten Punkte nach der üblichen FIA Punktevergabe.

(Presse Mitteilung Citroen)