Citroën Racing: Rallye Portugal (03.-06.04.2014)

Wie bereits in Schweden gehen drei Citroën DS3 WRC des Citroën Total Abu Dhabi World Rally Teams bei der Rallye Portugal an den Start.

Mads Østberg/Jonas Andersson, die Sieger aus dem Jahr 2012, sowie Kris Meeke/Paul Nagle werden auf Punktejagd für die Herstellerwertung gehen. Khalid Al-Qassimi/Chris Patterson, die aktuell Zweitplatzierten der FIA Middle East Rally Championship, bestreiten in Portugal ihren zweiten von insgesamt vier WRC-Läufen der Saison 2014.

Citroën und die Rallye Portugal: Vom Citroën DS21 bis zum DS3 WRC

1969, als die Rallye-Weltmeisterschaft noch nicht existierte, fuhren die besten Piloten dieser Zeit bereits in Portugal um die Wette. Mit einem Citroën DS21 waren Francisco Romaozinho
und Jocames als erstes von fünf lokalen Teams in ihrer Heimat siegreich.

Seit 2003 gab es sechs Citroën Siege in Portugal – zunächst in der nationalen Meisterschaft mit Armindo Araujo und Miguel Ramalho (Saxo Kit Car), dann in der Rallye-Weltmeisterschaft
mit Sébastien Loeb und Daniel Elena (Citroën C4 WRC) sowie Sébastien Ogier und Julien Ingrassia (Citroën DS3 WRC).

Mads Østberg und Jonas Andersson, damals noch Konkurrenten der Citroën Teams, waren in Portugal ebenfalls siegreich. 2012 wurden sie nachträglich zum Sieger ernannt, nachdem
Mikko Hirvonen und Jarmo Lehtinen im Citroën DS3 WRC bis zum Schluss geführt hatten.

Eine fehlerfreie Rallye als große Herausforderung

2007 kehrte die Rallye Portugal in den Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft zurück. Im Laufe der Zeit hat sich der Streckenverlauf an der Algarve nur wenig verändert. Didier Clément,
Chefingenieur des Citroën DS3 WRC: „Der Lauf ist Standard für Schotterrallyes der Weltmeisterschaft. Ein Fahrzeug, das auf Schotter schnell ist, ist in Portugal konkurrenzfähig.“

Doch ein ganz besonderer Faktor kann alles verändern: das Wetter. „Abhängig von den Wetterbedingungen kann der Grip von einem Extrem ins andere umschlagen. Bei Regen wird die Strecke zu Matsch und rutschig. Wenn man als Erster auf die Strecke geht, ist dies ein Vorteil. Wenn es trocken ist, wird es sehr hart für die Reifen, denn die Abnutzung ist ein wichtiger Faktor. Dann ist es besser, spät zu starten.“

Das neue Reglement gibt die Startreihenfolge des ersten Tages vor. Mads Østberg geht als Dritter, Kris Meeke als Siebter auf die Strecke.

„Wir können unsere Strategie nicht mehr wie zuvor mit dem Qualifying festlegen“, ergänzt Didier Clément. „Wir müssen daher das Beste aus den Daten herausholen, die uns zur
Verfügung stehen. Bei einer falschen Reifenwahl verliert man nicht selten eine Minute auf einer Schleife. Bei starkem Regen oder großer Sonneneinstrahlung kann alles schnell vorbei sein. Aber bei Bedingungen zwischen diesen Extremen wird es noch schwieriger.“

„Jeder Teil des Bodens reagiert anders auf Nässe. Da der Untergrund variiert, muss man sich anpassen können. Wir greifen auf unsere Erfahrung und die der Piloten zurück, auf die Erkenntnisse unserer Ingenieure, die an der ‚Recce‘ teilnehmen, auf die Informationen von Michelin und die Wetterdaten – dann treffen wir unsere Entscheidung. Dies ist Teamarbeit – wir wollen unseren Piloten die beste Lösung für die Wertungsprüfungen mitgeben.“

Mads Østberg zurück an alter Siegesstätte

2012 sicherten sich Mads Østberg und Jonas Andersson in Portugal ihren ersten WRC-Sieg. Der Lauf mit dem Rallyezentrum in Faro ist daher etwas ganz Besonderes für das norwegischschwedische Duo. „Ich mag viele WRC-Läufe, doch die Rallye Portugal gehört zu meinen Favoriten“, so Mads Østberg. „2012 wurden wir hier erst nachträglich zum Sieger erklärt, was ehrlich gesagt ein wenig enttäuschend war. Ich möchte diesmal richtig gewinnen und bei der Siegerehrung ganz oben stehen.“

„Bei der Rallye Portugal fühle ich mich immer wohl“, erläutert Mads Østberg. „Im vergangenen Jahr habe ich zu Beginn der Rallye das Feld angeführt, bevor ich von der Strecke abgekommen bin. Ich fühle mich stark genug, um vorne mitzufahren. Aber die Bedingungen sind immer schwierig, es gilt sehr viele Faktoren zu beachten. Die Rallye Portugal ist eine der rauesten und anspruchsvollsten Rallyes, seitdem die Akropolis-Rallye nicht mehr im Programm ist. Man muss auf das Fahrzeug und die Reifenabnutzung achten. Die Strecke ist ebenfalls herausfordernd mit uneinsehbaren Kurven, vielen Höhenunterschieden und sehr wenigen Orientierungspunkten. Hier benötigt man einen sehr genauen Aufschrieb.“

Mads Østberg, der in der Gesamtwertung der Rallye-Weltmeisterschaft auf dem dritten Platz liegt und in Mexiko fünf Wertungsprüfungsbestzeiten setzen konnte, hat sich hohe Ziele gesteckt: „Wir haben gezeigt, dass wir mit dem Citroën DS3 WRC sehr schnell sind. Dies hat sich in unseren jüngsten Tests bestätigt. Mental bin ich bereit, ganz vorne mitzufahren.“

Eine neue Rallye für KrisMeeke

Trotz seiner Teilnahme an bereits 43 WRC-Läufen ist die Rallye Portugal eine Premiere für Kris Meeke. Wie in Schweden und Mexiko möchte der Nordire weiter Erfahrungen sammeln. „Wieder neue Wertungsprüfungen für mich!“, freut sich Kris Meeke. „Es scheint, als würde dies eine sehr interessante Rallye werden. Nach der Rallye Mexiko haben mir die Tests mit dem Citroën DS3 WRC viel Selbstvertrauen gegeben. Auf Meeresspiegelhöhe hat das Fahrzeug noch mehr Power und der Untergrund bietet noch mehr Grip.“

In Mexiko war Kris Meeke schnell unterwegs und hat bewiesen, dass er auf Schotter mit den Besten mithalten kann: „Nach den Gesprächen mit dem Team weiß ich, dass die Rallye Portugal besonders schwierig ist. Für meine erste Teilnahme wird es daher nicht einfach. Nach der Rallye Mexiko bin ich ein wenig frustriert. Ich brauche noch mehr Kilometer – dies wird das Hauptziel für Portugal sein. Wenn ich fehlerfrei unterwegs bin, wird das Ergebnis für sich sprechen. Was ich brauche, ist Konstanz. Unsere vergangenen Tests waren erfolgreich, und ich fühle mich wohl im Citroën DS3 WRC.“

Khalid Al-Qassimi im dritten Citroën DS3 WRC

Bei den ersten beiden Läufen der Middle East Rally Championship schaffte Khalid Al-Qassimi den Sprung aufs Podium – in Portugal kehrt er nun hinter das Lenkrad des Citroën DS3 WRC zurück. Der Pilot aus dem Emirat Abu Dhabi blickt auf bereits vier Starts bei der Rallye Portugal und konnte den Lauf drei Mal in den Top 10 beenden.

„Ich kann den Startschuss zu meiner ersten WRC-Schotterrallye dieser Saison kaum erwarten“, erläutert Khalid Al-Qassimi. „Es gilt, auf die Schwierigkeiten dieser Rallye zu achten und dabei ganz besonders auf die Reifen zu schauen.“

Von Estoril nach Faro

Estoril kehrt in diesem Jahr in den Streckenverlauf der Rallye Portugal zurück. Bereist vor 39 Jahren fiel hier der Startschuss – am Donnerstag, den 3. April 2014 ab 15 Uhr starten die Teams in der Stadt, in der auch schon der Formel 1-Zirkus zu Gast war, in die diesjährige Ausgabe der Rallye Portugal.

Nach dem Showstart legen die Teams die rund 20 Kilometer in die Hauptstadt Lissabon zurück, wo sie eine 3,27 Kilometer lange Super Special Stage absolvieren. Nach einer 288 Kilometer langen Verbindungsetappe erreichen sie den Parc fermé am Algarve Stadion.

Am Freitagmorgen starten die Piloten in der Reihenfolge der Gesamtwertung der Rallye- Weltmeisterschaft 2014. Drei Wertungsprüfungen stehen auf dem Programm, die je zweimal absolviert werden. Ein 30-minütiger Service ist ab 13.30 Uhr vorgesehen.

Die Mehrheit der Fahrer kennt die Wertungsprüfungen bereits. Silves (21,50 Kilometer), Ourique (25,04 Kilometer) und Almodovar (26,48 Kilometer) werden über das Klassement nach dem ersten Tag der Rallye Portugal entscheiden.

Ab Samstag gehen die WRC-Teams in umgekehrter Reihenfolge des Klassements auf die Strecke. Wie am Vortag stehen drei Wertungsprüfungen, die zweimal absolviert werden, sowie ein Service am Mittag auf dem Programm.

Nach der Wertungsprüfung Santa Clara (19,09 Kilometer) wird die längste Wertungsprüfung Santana de Serra (31,90 Kilometer) in umgekehrter Richtung im Vergleich zu den vergangenen Auflagen absolviert. Die Schleife wird mit der Wertungsprüfung Malhao (22,15 Kilometer) beendet, bevor es für die Teams zurück zum Algarve Stadion geht.

Der letzte Rallyetag besteht aus drei Wertungsprüfungen und nur 43,87 Wertungsprüfungskilometern. Um 8.50 Uhr geht es für die Teams über Loulé (13,83 Kilometer) nach Sao Bras de Alportel (16,21 Kilometer), ehe die als Power Stage fungierende Wertungsprüfung Loulé den Abschluss bildet.

Die Zielankunft ist für Sonntag, den 6. April 2014 ab 12.25 Uhr vorgesehen.

(Pressemitteilung Citroen)